Homöopathie bei Parkinson
Parkinson
Bei Parkinson handelt es sich um eine unheilbare Erkrankung, bei der es zu einem fortschreitenden Verlust von Nervenzellen kommt. Das Parkinsonsyndrom ist eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen mit weltweit über 10 Millionen Betroffenen. In der Schweiz leiden über 15’000 Menschen an dieser Krankheit.
Bis heute konnten keine Ursachen für Parkinson bestimmt werden. Es wird heute aber angenommen, dass eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Umwelteinflüssen dazu führen, dass für die Produktion von Dopamin verantwortliche Nervenzellen absterben.
Parkinson kann in unterschiedliche Kategorien unterteilt werden, wobei das idiopathische Parkinsonsyndrom mit 80% der Fälle am häufigsten vorkommt. Die Diagnose dazu wird aufgrund der Entwicklung der Symptome und verschiedenen neurologischen Untersuchungen gestellt. Die restlichen 20% der Fälle werden unter dem Begriff der atypische Parkinsonsyndrome zusammengefasst. Eine sichere Diagnose dieser Arten von Parkinson bis heute am lebenden Menschen nicht machbar und basiert einzig auf klinischen Kriterien. Die Abgrenzung der unterschiedlichen Krankheitserscheinungen ist für die Therapie und Prognose von grosser Bedeutung.
Symptome und Verlauf
Parkinson entwickelt sich langsam über eine lange Zeit und oft mit nicht immer klaren Symptomen. Frühe Symptome können Störungen des Geruchssinns, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen Verstopfung und eine allgemeine Verlangsamung von Bewegungen sein. Typische Symptome sind Bewegungsarmut, Muskelsteifheit, Zittern der Hände in Ruhe, Verspannungen des Nackens und Rückens, wiederkehrende Krämpfe und Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Je stärker die Nervenzellen geschädigt werden, desto mehr nehmen die Symptome zu. Patienten haben Mühe beim Gehen und mit feinen Arbeiten und auch die Sprache kann leiser und undeutlicher werden.
Der Verlauf und auch die Symptome sind individuell und können sich von Patient zu Patient stark unterscheiden.
Konventionelle Behandlungsformen
Da die Ursachen für Parkinson bis heute ungeklärt sind, beruht die Behandlung vor allem auf der Linderung von Symptomen. Für die medikamentöse Therapie stehen unterschiedliche Wirksubstanzen zur Verfügung. Die Auswahl des Medikaments resp. einer Kombination von Medikamenten sowie die Dosierung werden für jeden Patienten individuell bestimmt. Bei fortgeschrittenen Stadien von Parkinson kann es sein, dass die Wirkung von Medikamenten nachlässt und invasive oder operative Therapien zum Einsatz kommen. Um eingeschränkte Fähigkeiten weiter zu verbessern resp. auf möglichst hohem Niveau zu halten, können unterschiedliche Begleittherapien zur Anwendung kommen (Ergotherapie, Logopädie, Psychologie etc.).
Homöopathische Behandlung
Die Homöopathie bietet gute Möglichkeiten zur (auch begleitenden) Behandlung von Parkinson. Eine homöopathische Behandlung nach ganzheitlichen Gesichtspunkten sollte immer durch einen erfahrenen homöopathischen Therapeuten erfolgen. Sie kann problemlos parallel zu bereits eingeführten Therapien eingesetzt werden und hat – richtig angewendet – keine Nebenwirkungen. Zudem können mit einer homöopathischen Behandlung akute Beschwerden und allfällige Nebenwirkungen von schulmedizinischen Medikamenten deutlich gelindert und die Lebensqualität gesteigert werden. Es ist aber wichtig zu verstehen, dass eine homöopathische Behandlung von Parkinson nur dann erfolgreich sein kann, wenn diese einen allenfalls schon bestehenden Therapieplan integriert wird.
Auch wenn die Homöopathie häufig als Alternative zur Schulmedizin bezeichnet wird, so kann sie durchaus auch begleitend zu schulmedizinischen Behandlungen eingesetzt werden. Oft kann die Genesungsdauer deutlich verkürzt und die Medikamentendosierung verringert werden.
In der homöopathischen Behandlung steht der Mensch mit seiner ganzen Individualität im Zentrum. Es geht also nicht nur darum, das am besten passende homöopathische Arzneimittel zu bestimmen, sondern auch darum, potenzielle weitere krankmachende Einflüsse zu erkennen und möglichst aus dem Weg zu räumen. Aus diesem Grund werden im Laufe einer homöopathischen Behandlung auch das nähere und weitere private Umfeld, die berufliche Situation, der Umgang mit Stress, Ernährungs- und Freizeitgewohnheiten kritisch betrachtet. Ein wichtiger Aspekt dabei ist das Erkennen und vor allem auch Nutzen bestehender Ressourcen. Auf diese Art und Weise schaffen Therapeut und Patient im Laufe der homöopathischen Behandlung gemeinsam eine Situation, in der der Mensch gesund werden und vor allem auch gesund bleiben kann.

